Widget Image
Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat. Ut wisi enim ad minim veniam, quis nostrud exerci tation ullamcorper suscipit lobortis nisl ut aliquip
Email: hello@yourdomain.com
Phone: +88 (0) 101 0000 000
Fax: +88 (0) 202 0000 001

Aida – Mit reiner Butter

Es gibt in Wien hunderte Kaffeeh├Ąuser, Konditoreien und Espressi. Aber es gibt nur eine A├»DA. Das hei├čt, eigentlich existieren davon mehr als zwei Dutzend (derzeit 26), aber als Ph├Ąnomen bleibt die Wiener Espressokette wohl einmalig. Architekten lieben die ÔÇ×puristische PhaseÔÇť, die in ihrem Stil von Rudolf Vorderegger haupts├Ąchlich in den f├╝nfziger, sechziger und fr├╝hen siebziger Jahren gepr├Ągt wurde, Kaffeeliebhaber schw├Âren auf die Hausmarke, die die ÔÇ×MelangeÔÇť erst ausmacht, und fast jeder hat einen (heimlichen) Favoriten im riesigen Angebot an Konditoreispezialit├Ąten. Esterhazyschnitte oder Pariser Spitz?

Was macht die A├»DA so besonders? Da├č der Marillenfleck aus der Gro├čkonditorei wie von Gro├čmutter schmeckt? Da├č man sich in jeder Filiale zu Hause f├╝hlt, weil das Interieur ├╝ber die Jahrzehnte hinweg aus wiedererkennbaren Elementen besteht? Oder ist es die Mischung aus Unverbindlichkeit und Tradition, die sich hier so unverwechselbar zu einer Institution f├╝gt? Das Ph├Ąnomen A├»DA erkl├Ąrt sich auch aus einer Wiener Eigenschaft, Kulturgebr├Ąuche ÔÇ×von drau├čenÔÇť zu ├╝bernehmen und diese wie selbstverst├Ąndlich zu ÔÇ×verwienernÔÇť. So mu├č einfach gesagt werden, da├č die A├»DA den pervertierten Espresso-Gedanken verk├Ârpert und zeigt, wie die Idee des schnellen Stehkaffees in Wien problemlos in Wohnzimmerheimeligkeit umschlagen kann.

Wolfgang Thaler hat eine fotografische Bestandsaufnahme gemacht. Manche Aufnahmen haben bereits historischen Wert, weil einige der Filialen in der Zwischenzeit renoviert wurden. Da├č wir der Espresso-Kette ein Buch widmen, konnte die Familie Prousek anfangs gar nicht glauben. Blo├č keinen Mythos aufbauen, und schon gar keinen Kult konstruieren, das w├╝rde ja nicht zur schlichten Firmenphilosphie passen ÔÇŽ Und so haben wir unsere Leidenschaft und die vieler unserer Freunde in dieses Buch einflie├čen lassen. Es versteht sich als Hommage an ein St├╝ck Alltagsgeschichte, das in seiner punschkrapfenrosa und schokoladebraunen ├ästhetik nun schon die dritte Generation fasziniert. Esterhazyschnitte oder Pariser Spitz?

Clarissa Stadler, 1995

 

Herausgeber: Clarissa Stadler, Wolfgang Thaler
Verlag Christian Brandst├Ątter, 1995
71 Seiten, 65 Fotografien, Deutsch
Cover: Metallfolienpr├Ągung, handgestempelt
Gestaltung: Wolfgang Thaler

Texte von eichinger oder knechtl, Michael Freund, Bodo Hell, Wolfgang Kos, Lydia Lindner, Clarissa Stadler.

Beitr├Ąge von Andrea Neuwirth, Matthias Zykan und Elisabeth Cerwenka. mit zahlreichen s/w und Farb Abbildungen. Sprache Deutsch.

Category: